Heizkosten senken.
Wärme gezielt nutzen.
Raumtemperatur, Heizkurve und passende Technik: So gehst du vom kleinen Handgriff zur gut geplanten Verbesserung.

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Vertrag oder Abrechnung
Mit einem passenden Tarif Heizkosten senken
Ein günstigerer Energievertrag senkt deine Kosten, während du zuhause genauso heizen kannst wie bisher. Bei einem eigenen Gas- oder Heizstromvertrag lohnt sich ein jährlicher Blick auf die Angebote. Beginne die Suche frühzeitig und nutze einen günstigen Tarif mit einem Lieferbeginn, der zum Ende deines bisherigen Vertrags passt.
Vergleiche mit deinem Jahresverbrauch die gesamten Kosten einschließlich Grundpreis und Bonusbedingungen. Beziehe auch Laufzeit, Kündigungsfrist und Preisgarantie ein. Ein Kalendereintrag erinnert dich rechtzeitig an den nächsten Vergleich. Bei einer Zentralheizung mit Abrechnung über den Vermieter liegt die Anbieterwahl meist bei der Hausverwaltung. Hier kannst du deine Heizkostenabrechnung prüfen und nach dem Beschaffungstarif sowie möglichen Einsparungen für das Haus fragen.
Erklärfilm · 4:23 Min.Deinen Gastarif rechtzeitig wechseln - 02
In jedem beheizten Raum
Wärme im Raum wirken lassen
Damit Wärme dort ankommt, wo du sie brauchst, sollten Heizkörper frei in den Raum abstrahlen können. Rücke größere Möbel etwas ab und achte darauf, dass Vorhänge deine Heizkörper und deren Temperaturregler freilassen. So verteilt sich die warme Luft besser und dein Thermostat – der Temperaturregler am Heizkörper – kann die Wärme im Raum besser erfassen.
Überlege anschließend, welche Temperatur in jedem Raum angenehm und sinnvoll ist. Im Arbeitszimmer können andere Zeiten und Temperaturen passen als im Wohnzimmer. Mit einem Raumthermometer prüfst du die tatsächliche Temperatur. Behalte auch die Luftfeuchtigkeit im Blick und lass die Räume ausreichend warm, damit Wände trocken bleiben. Probiere kleine Anpassungen aus und beobachte, ob du dich damit wohlfühlst und wie sich dein Verbrauch entwickelt.
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Im Alltag
Gezielt lüften und Wärme halten
Frische Luft und sparsames Heizen lassen sich gut verbinden. Öffne Fenster nach Bedarf weit und sorge möglichst kurz für kräftigen Luftaustausch. Danach schließt du sie wieder vollständig. So kann Feuchtigkeit entweichen, während Wände und Einrichtung möglichst viel Wärme behalten. Während des Lüftens stellst du die Heizkörperthermostate herunter.
Orientiere dich bei Häufigkeit und Dauer an Wetter, Raumgröße und Luftfeuchtigkeit. Nach dem Duschen, Kochen oder Schlafen ist der Bedarf oft höher. Ein kleines Messgerät für die Luftfeuchtigkeit, ein Hygrometer, hilft dir dabei. Halte Türen zwischen unterschiedlich warmen Räumen geschlossen, damit warme, feuchte Luft aus deinem Wohnzimmer im kühleren Schlafzimmer keine Feuchtigkeit an kalten Wänden hinterlässt. Hast du eine Lüftungsanlage, orientiere dich zusätzlich an deren Anleitung.
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Deine Heizzeiten
Heizzeiten dem Tagesablauf anpassen
Deine Heizung sollte zu den Zeiten Wärme bereitstellen, in denen du sie brauchst. Schau dir das Wochenprogramm an und gleiche es mit Aufstehen, Arbeit, Heimkommen und Wochenende ab. Oft lässt sich schon durch passendere Zeiten vermeiden, dass Räume über viele Stunden unnötig warm gehalten werden. Auch Urlaubs- und Sommerbetrieb verdienen einen Blick.
Beginne mit kleinen Änderungen und beobachte die Raumtemperatur über mehrere Tage. Deine Fußbodenheizung oder dein gut gedämmtes Haus braucht oft länger, bis eine Änderung spürbar wird. Dann kann gleichmäßiges Heizen besser passen als starkes tägliches Herunterdrehen. Plane genug Zeit zum Aufwärmen ein und behalte die Luftfeuchtigkeit im Blick. In einer zentral versorgten Mietwohnung stimmst du Änderungen an der gemeinsamen Regelung mit der Hausverwaltung ab.
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Die Temperatur deiner Heizung
Mit der passenden Heizkurve effizienter heizen
Die Heizkurve legt fest, wie warm das Heizungswasser bei unterschiedlichen Außentemperaturen wird. Mit einer passenden Einstellung liefert deine Heizung die Wärme, die dein Haus tatsächlich braucht. Mit dem „Niveau“ stellst du das Heizungswasser insgesamt wärmer oder kühler ein. Die „Neigung“ bestimmt, wie stark deine Heizung auf kälteres Wetter reagiert.
Notiere zunächst die vorhandenen Werte und beobachte die Raumtemperaturen bei mildem und kaltem Wetter. Ändere anschließend anhand der Geräteanleitung jeweils nur eine Einstellung in kleinen Schritten und gib dem Haus Zeit zu reagieren. Deine Räume sollen angenehm warm werden, während das Wasser nur so heiß wie nötig zu deinen Heizkörpern fließt. Diese Wassertemperatur heißt Vorlauftemperatur. Lass dir die Einstellungen bei Bedarf von deinem Heizungsbetrieb zeigen.
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Dein warmes Wasser
Warmwasser passend betreiben
Warmes Wasser braucht Energie – beim Erhitzen und, je nach Anlage, auch beim Speichern und Verteilen. Ein guter Einstieg ist deshalb der tägliche Verbrauch: Kürzere Duschzeiten und ein zur Armatur passender sparsamer Duschkopf können den Warmwasserbedarf senken. Achte auf angenehmen Komfort und darauf, dass Duschkopf und Wassererwärmer zusammenpassen.
Hast du eine eigene Heizung mit Warmwasserspeicher, lohnt sich zusätzlich ein Blick auf die Warmwasserleitungen und ihre Umwälzpumpe. Besprich bei der nächsten Wartung, zu welchen Zeiten du warmes Wasser brauchst und welche Einstellungen dazu passen. Lass dabei erklären, welche Temperatur und Pumpenlaufzeit deine Anlage braucht, damit das Trinkwasser hygienisch sicher bleibt. So reduzierst du vermeidbare Verluste und behältst eine zuverlässige Warmwasserversorgung.
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Fenster & Türen
Mit dichten Fenstern und Türen Wärme bewahren
Wenn es an Fenstern oder Türen zieht, geht beheizte Luft verloren und der Raum fühlt sich trotz Heizung unangenehm an. Fahre die Dichtungen mit der Hand entlang und schau nach Rissen, losen Stellen oder hart gewordenen Gummis. Manchmal hilft bereits das Reinigen und Pflegen nach Herstellerangabe; beschädigte Dichtungen kannst du durch passende neue ersetzen.
Achte auf die richtige Form und Stärke, damit dein Fenster weiterhin gut schließt. Klemmt es oder sitzt es schief, kann ein Fensterbetrieb helfen. Größere Mängel in der Mietwohnung meldest du dem Vermieter. Lüftungsöffnungen, die für deine Wohnung oder eine Feuerstätte vorgesehen sind, hältst du frei. Verbinde dichtere Fenster mit bewusstem Lüften und einem Blick auf die Raumfeuchte, damit Wärme und Wohnklima gleichermaßen profitieren.
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Deine Heizungsrohre
Heizungsrohre im Keller dämmen
Warme Heizungsleitungen geben auf ihrem Weg durch unbeheizte Räume Wärme ab. Eine passende Dämmung hilft, mehr davon zu den Heizflächen zu bringen. Schau im Keller nach frei liegenden Heizungsrohren und warmen Leitungen. Auch an Rohrbögen und Verbindungsstellen kann Wärme verloren gehen. Beziehe diese Stellen deshalb mit ein.
Miss, wie dick und wie lang deine Rohre sind. Dafür gibt es passende Dämmhüllen, die möglichst lückenlos um die Rohre gelegt werden. Lass dich beraten, welches Material und welche Dicke zu deiner Heizung passen. An engen oder unklaren Stellen hilft dir dein Heizungsbetrieb. Alles, was du bedienen oder warten lassen musst, bleibt gut erreichbar. In gemeinschaftlich genutzten Bereichen stimmst du die Arbeiten mit Eigentümer oder Hausverwaltung ab.
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Deine Räume und dein Alltag
Mit smarten Thermostaten passend zu deinem Alltag heizen
Programmierbare oder smarte Thermostate können dir helfen, jeden Raum zu den passenden Zeiten zu heizen. Du legst beispielsweise fest, wann das Bad warm sein soll und wann das Arbeitszimmer genutzt wird. Bei wechselndem Alltag können eine App oder passende Automatikfunktionen das Nachstellen erleichtern.
Beginne mit einem häufig genutzten Raum und lass dir zeigen, ob das neue Thermostat auf deinen Heizkörper passt und welches Zubehör du dafür brauchst. Vergleiche die Kosten einschließlich Zubehör. Wenn deine vorhandene Regelung bereits gut eingestellt ist, fällt der zusätzliche Sparvorteil oft kleiner aus. Probiere die Einstellungen ein paar Tage aus: Ist es warm, wenn du zuhause bist? Passen die Zeiten auch am Wochenende? So wird die Steuerung zu einer praktischen Alltagshilfe.
Erklärfilm · 4:53 Min.Smarte Thermostate verstehenErklärfilm · 4:53 Min.Smarte Thermostate verstehen - 10
Wenn deine Räume unterschiedlich warm werden
Mit guter Wärmeverteilung alle Räume passend heizen
Manche Räume werden schnell warm, während andere trotz aufgedrehter Heizung kühl bleiben. Dann lohnt es sich, die Wärmeverteilung genauer anzusehen. Notiere, welche Zimmer betroffen sind und ob Geräusche oder andere Auffälligkeiten auftreten. Damit hilfst du deinem Heizungsbetrieb, etwa Luft in den Rohren oder ungünstige Einstellungen zu erkennen.
Bei einem „hydraulischen Abgleich“ stellt dein Heizungsbetrieb ein, wie viel warmes Wasser jeder Heizkörper bekommt. So sollen auch weiter entfernte Zimmer gut warm werden. Dazu passt er auch die Pumpe und die Temperatur des Heizungswassers an. Lass dir erklären, welche Arbeiten an deiner Anlage sinnvoll sind und was das Angebot umfasst. Anschließend prüfst du gemeinsam mit dem Betrieb, ob alle Räume zuverlässig warm werden. So kann deine Heizung die Wärme gleichmäßiger und sparsamer verteilen.
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Für deine vorhandene Heizung
Heizungspumpe und Regelung verbessern
Die Heizungspumpe transportiert das warme Wasser durch dein Haus und benötigt dafür Strom. Gerade bei älteren Anlagen lohnt sich ein Blick auf Modell, Leistung und Laufzeiten. Lass im Rahmen einer Wartung prüfen, ob die vorhandene Pumpe sinnvoll eingestellt ist und welchen Vorteil eine passende moderne Pumpe bringen könnte.
Besprich auch, wann deine Heizung und ihre Pumpe laufen und wann du zuhause Wärme brauchst. Lass dir sagen, was Kauf und Einbau kosten und wie viel Strom du voraussichtlich sparen kannst. Eine neue Steuerung kann die Bedienung erleichtern, wenn sie zu deiner Heizung passt. Am meisten hilft dir eine Lösung, die von deinem Heizungsbetrieb passend eingestellt wird und deren wichtigste Funktionen du anschließend selbst im Alltag nutzen kannst.
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Eine mögliche Ergänzung
Mit einem Holzofen die Heizung ergänzen
Ein Holzofen kann an kalten Tagen Wärme und eine angenehme Wohnatmosphäre bringen. Wenn du häufig im beheizten Bereich sitzt, kann er einen Teil der Wärme übernehmen, die sonst deine zentrale Heizung liefert. Ob daraus eine Ersparnis entsteht, hängt davon ab, was du für Holz zahlst, wie gut dein Ofen die Wärme nutzt und wie häufig du ihn betreibst.
Rechne deshalb Brennholz, Anschaffung, Einbau, Wartung und Schornsteinfeger zusammen. Plane auch einen geeigneten Lagerplatz für trockenes Holz und den Aufwand beim Nachlegen und Reinigen ein. Besprich vor dem Kauf mit deinem Schornsteinfeger, wo der Ofen stehen kann und ob Schornstein und Luftzufuhr passen. Beim Verbrennen entstehen Feinstaub und weitere Luftschadstoffe. Lass dir deshalb zeigen, wie du deinen Ofen möglichst sauber betreibst.
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Für dein Haus oder gemeinsam mit der Verwaltung
Wärmeverluste am Gebäude verringern
Eine gute Dämmung hilft, Wärme länger im Haus zu halten. Dadurch brauchst du weniger Heizwärme und deine Wände fühlen sich innen weniger kalt an. Welche Maßnahme besonders viel bringt, hängt vom Gebäude ab. Ansatzpunkte sind etwa die oberste Geschossdecke, das Dach oder eine Kellerdecke unter beheizten Räumen.
Lass dir bei einer Energieberatung zeigen, wo dein Haus besonders viel Wärme verliert und womit du anfangen könntest. Besprich dabei auch, wie Wände und Dach trocken bleiben und die Arbeiten sauber aneinander anschließen. Wenn ohnehin Arbeiten am Dach oder an der Fassade anstehen, lassen sich Maßnahmen oft gemeinsam organisieren. Vergleiche vollständige Angebote. Wenn dein Haus anschließend weniger Wärme braucht, kann später auch eine kleinere Heizung ausreichen. Plane beides gemeinsam.
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Für eine anstehende Erneuerung
Mit einer passenden neuen Heizung langfristig sparen
Wenn eine neue Heizung absehbar wird, verschafft dir frühe Planung mehr Auswahl. Lege deine bisherigen Heizkostenabrechnungen bereit und zeige einem Heizungsbetrieb dein Haus, deine Heizkörper und gegebenenfalls deine Fußbodenheizung. Lass dir erklären, wie viel Wärme dein Zuhause braucht und welche Größe deine neue Heizung haben sollte.
Eine Wärmepumpe kann eine interessante Möglichkeit sein; sie sollte zu deinem Haus passen und deine Räume mit möglichst wenig Strom angenehm warm halten können. Frage nach einem geeigneten Platz und vergleiche Kaufpreis und laufende Kosten mit anderen passenden Lösungen. Beziehe dein warmes Wasser, nötige Umbauten und geplante Dämmarbeiten mit ein. Lass dir die Berechnung erklären und mehrere konkrete Angebote erstellen. So findest du eine Lösung, die langfristig zu deinem Zuhause und Budget passt.
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