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Erklärfilm · 5:52 Min.Deine Wallbox zuhause planenWie viel Strom braucht ein E-Auto zuhause?
Der Stromverbrauch eines Elektroautos hängt von Fahrzeug, Fahrweise, Jahreskilometern und Ladeverlusten ab. Für eine grobe Orientierung kann man bei vielen E-Autos mit etwa 15 bis 22 kWh pro 100 Kilometer rechnen. Werden 10.000 bis 15.000 Kilometer pro Jahr gefahren und ein großer Teil davon zuhause geladen, können schnell rund 2.000 bis 3.500 kWh zusätzlicher Stromverbrauch pro Jahr entstehen.
- 10.000 km/Jahr bei 18 kWh/100 km: ca. 1.800 kWh Fahrstrom
- plus Ladeverluste: grob ca. 2.000 kWh Strombedarf
- 15.000 km/Jahr bei 18 kWh/100 km: ca. 2.700 kWh Fahrstrom
- plus Ladeverluste: grob ca. 3.000 kWh Strombedarf
- Die Werte sind Näherungen. Der tatsächliche Verbrauch hängt von Fahrzeug, Ladeverhalten, Temperatur, Fahrprofil und Ladeverlusten ab.
Reicht ein normaler Haushaltsstromtarif?
Für viele Haushalte reicht zunächst ein normaler Haushaltsstromtarif, besonders wenn nur gelegentlich zuhause geladen wird oder der zusätzliche Stromverbrauch überschaubar bleibt. Der Vorteil ist die einfache Struktur: Haushalt und E-Auto laufen über einen gemeinsamen Stromvertrag.
- nur gelegentlich zuhause geladen wird
- überwiegend öffentlich geladen wird
- einfache und planbare Kosten wichtiger sind
- kein separater Zähler vorhanden ist
- der zusätzliche Verbrauch durch das E-Auto eher niedrig bleibt
Wann ist ein Ladestromtarif zuhause sinnvoll?
Ein Ladestromtarif oder Autostromtarif wird vor allem dann interessant, wenn das Elektroauto regelmäßig zuhause geladen wird und dadurch ein hoher zusätzlicher Stromverbrauch entsteht. Dann wirken sich Arbeitspreis, Grundpreis, technische Voraussetzungen und Ladezeiten stärker auf die jährlichen Kosten aus.
- regelmäßig zuhause geladen wird
- die jährliche Fahrleistung hoch ist
- eine Wallbox vorhanden oder geplant ist
- Ladezeiten gesteuert werden können
- ein separater Autostromtarif geprüft werden soll
- PV-Anlage oder Speicher einbezogen werden
- ein Smart Meter vorhanden oder geplant ist
Wallbox, Steckdose und Ladeverluste
Eine Wallbox ist für die Tarifentscheidung nicht immer zwingend erforderlich, macht das Laden zuhause aber meist komfortabler, sicherer und besser planbar. Wer regelmäßig zuhause lädt, sollte nicht nur den Strompreis, sondern auch Ladeleistung, Ladezeiten und Ladeverluste berücksichtigen. Das Laden über eine Haushaltssteckdose ist langsam und nicht für jede dauerhafte Nutzung ideal. Für Installation und technische Auslegung sollte ein Fachbetrieb einbezogen werden.
- Wallbox ermöglicht meist schnelleres und besser planbares Laden
- Ladeverluste erhöhen den tatsächlichen Strombedarf etwas
- für manche Tarife oder steuerbare Verbrauchseinrichtungen können technische Vorgaben relevant sein
Dynamischer Stromtarif beim E-Auto-Laden
Ein dynamischer Stromtarif kann beim E-Auto besonders interessant sein, weil der Ladevorgang häufig zeitlich verschoben werden kann. Wenn das Auto nicht sofort voll sein muss, lassen sich Ladezeiten eher in günstigere Stunden legen.
Eher passend
- regelmäßig zuhause geladen wird
- Ladezeiten flexibel verschoben werden können
- ein Smart Meter vorhanden oder geplant ist
- Preisschwankungen akzeptiert werden
- man sich mit schwankenden Strompreisen beschäftigen möchte
Eher vorsichtig prüfen
- feste Kosten besonders wichtig sind
- Ladezeiten kaum steuerbar sind
- kein Smart Meter verfügbar ist
- Preisschwankungen als unangenehm empfunden werden
PV-Anlage und Speicher: E-Auto mit eigenem Strom laden
Wer eine PV-Anlage oder einen Batteriespeicher besitzt, sollte das Laden des E-Autos nicht isoliert betrachten. Eigenverbrauch, Ladezeitpunkt, Speichergröße und Fahrprofil beeinflussen, wie viel eigener Strom tatsächlich im Auto landet. PV-Strom kann Ladekosten senken, wenn das Auto zu passenden Zeiten zuhause steht. Ein Speicher kann helfen, Eigenverbrauch zu verschieben, ist aber nicht automatisch immer wirtschaftlich. Gerade bei Berufspendlern steht das Auto tagsüber nicht immer zuhause.
- Tarif, PV, Speicher und Wallbox sollten zusammen betrachtet werden
- PV-Strom hilft vor allem, wenn Ladezeitpunkt und Erzeugung zusammenpassen
- Speicher und Wallbox verändern die Bewertung, ersetzen aber keine individuelle Wirtschaftlichkeitsprüfung
Was kostet E-Auto laden zuhause ungefähr?
Die Kosten hängen vom Verbrauch des Fahrzeugs, den Ladeverlusten und dem Strompreis ab. Für eine grobe Einschätzung kann man den jährlichen Strombedarf des E-Autos mit dem Strompreis pro kWh multiplizieren.
- 2.000 kWh zusätzlicher Strombedarf bei 30 ct/kWh: ca. 600 Euro pro Jahr
- 3.000 kWh zusätzlicher Strombedarf bei 30 ct/kWh: ca. 900 Euro pro Jahr
- 3.500 kWh zusätzlicher Strombedarf bei 30 ct/kWh: ca. 1.050 Euro pro Jahr
- Die Beispiele berücksichtigen keine Grundpreisänderungen, Tarifstaffeln, öffentliche Ladevorgänge oder Ladeverluste im Detail.
Kurzfazit: welcher Tarif passt zum Laden zuhause?
Wer nur gelegentlich zuhause lädt, kommt häufig mit einem normalen Haushaltsstromtarif zurecht. Wer regelmäßig zuhause lädt und dadurch einen hohen zusätzlichen Stromverbrauch hat, sollte Ladestromtarife, Autostromtarife oder dynamische Stromtarife prüfen. Besonders wichtig sind Ladehäufigkeit, Flexibilität, Wallbox, Smart Meter, PV-Anlage und der Wunsch nach planbaren Kosten.