E-Auto & Wallbox · 5:52 Minuten
Deine Wallbox zuhause: planen, einbauen und günstig laden
Vom ersten Einbauangebot bis zum Laden zuhause: Welche Leistung du brauchst, was ins Angebot gehört und wie Solarstrom und dein Tarif die Ladekosten beeinflussen. Anschaulich erklärt in knapp sechs Minuten.
Das kannst du mitnehmen
- Lass deinen Hausanschluss prüfen und hole zwei bis drei Angebote für Wallbox und vollständigen Einbau ein.
- Für das Laden über Nacht reichen meistens 11 kW. 22 kW helfen beim schnelleren Laden, wenn Auto und Anschluss dafür geeignet sind.
- Bestelle bei vorhandener Solaranlage die passende Messung und PV-Überschusssteuerung mit.
- Vergleiche bei einem gemeinsamen Zähler deinen Haushaltsverbrauch plus Ladestrom. Lass dir am Einbautag einen Ladevorgang mit deinem Auto zeigen.
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Untertitel herunterladen (VTT)0:00 · Deine Wallbox zuhause
Wir zeigen dir, wie du deine Wallbox planst, unnötige Einbaukosten vermeidest und günstig lädst.
0:10 · Anschlusscheck
Beginne mit einem Anschlusscheck beim Elektrofachbetrieb. Nenne dein Automodell und zeige, wo du parkst. Er prüft die verfügbare Leistung am Hausanschluss, den Leitungsweg und nötige Umbauten am Zählerschrank. Schicke Fotos mit; die Abdeckungen bleiben geschlossen.
0:30 · Zustimmung und Förderung
Wohnst du zur Miete, brauchst du die Zustimmung deines Vermieters. Prüfe außerdem vor der Bestellung mögliche Zuschüsse. Nutze dafür den Fördercheck auf stromkostenradar.de. Prüfe den erlaubten Bestellzeitpunkt: Je nach Programm musst du vorher den Antrag stellen oder die Bewilligung abwarten.
0:51 · 11 oder 22 kW
Fürs Laden über Nacht reichen meistens elf Kilowatt. Kilowatt beschreibt, wie schnell Energie ins Auto fließt. Zweiundzwanzig Kilowatt können die Ladezeit verkürzen – sofern dein Auto diese Leistung beim Wechselstromladen aufnehmen kann. Schau im Fahrzeugdatenblatt unter „AC-Ladeleistung“ nach. Stehen dort elf Kilowatt, bringt eine stärkere Wallbox diesem Auto keinen Zeitgewinn.
1:19 · Kabel, Montage und Zugang
Miss den Kabelweg zur Ladebuchse in deiner üblichen Parkposition und rechne Spielraum ein. Für draußen wählst du eine Box mit Freigabe zur Außenmontage. Ist der Stellplatz frei zugänglich, verhindert eine Freischaltung per Karte oder App, dass Fremde auf deine Kosten laden.
1:39 · Zwei Autos laden
Zwei Ladepunkte sollten gemeinsam geregelt werden: Ein Auto nutzt die verfügbare Leistung. Lädt das zweite mit, verteilt die Steuerung den Strom auf beide.
1:51 · Das vollständige Einbauangebot
Vergleiche zwei bis drei Angebote für den vollständigen Einbau: Wallbox, Montage, Leitungen, Schutztechnik, Arbeiten am Zählerschrank, Anmeldung und Abschlussprüfung. Lass Erdarbeiten und laufende Appgebühren ebenfalls ausweisen. Den elektrischen Anschluss übernimmt ein eingetragener Elektroinstallationsbetrieb.
2:15 · Dienstwagen abrechnen
Beim Dienstwagen klärst du vor dem Kauf mit deinem Arbeitgeber den Zähler und Abrechnungsnachweis.
2:22 · Anmeldung beim Netzbetreiber
Beauftrage den Fachbetrieb auch mit der Anmeldung beim örtlichen Netzbetreiber. Der betreibt die Stromleitungen in deiner Region. Jede Wallbox muss vor der Inbetriebnahme angemeldet werden. Eine einzelne Elf-Kilowatt-Box braucht üblicherweise nur diese Anmeldung. Bei zweiundzwanzig Kilowatt ist zusätzlich die vorherige Zustimmung erforderlich. Bei mehreren Boxen zählt die Gesamtleistung.
2:52 · Steuerung und Netzentgelte
Neue Elf- und Zweiundzwanzig-Kilowatt-Wallboxen müssen außerdem vom Netzbetreiber steuerbar sein. Bei einem örtlichen Netzengpass kann dadurch das Laden vorübergehend langsamer werden. Dein normaler Haushaltsstrom bleibt unberührt. Dafür zahlst du weniger für die Netznutzung. Lass benötigte Steuergeräte, Leitungen und mögliche zusätzliche Zählerkosten ins Angebot aufnehmen.
3:19 · Mit Solarstrom laden
Mit einer Solaranlage kannst du eigenen Strom laden. Eine Messung erfasst, wie viel Solarstrom nach dem Verbrauch im Haus übrig bleibt. Die Ladesteuerung passt daran die Leistung der Wallbox an. Nenne dem Installateur das Modell deines Solar-Wechselrichters und lass Messung und Steuerung mit anbieten. Plane auch, wann das Auto dafür zuhause steht.
3:44 · Den Ladestrom vergleichen
Für den Stromtarifvergleich addierst du bei einem gemeinsamen Zähler den Ladestrom zum Haushaltsverbrauch. Ein separater Autostromzähler verursacht zusätzliche Einbau- und laufende Kosten.
3:56 · Dynamisch laden und Smart Meter
Bei einem dynamischen Tarif ändern sich die Strompreise im Tagesverlauf. Eine automatische Steuerung verschiebt das Laden in günstige Zeiten und berücksichtigt deine Abfahrt. Dafür brauchst du ein intelligentes Messsystem, das deinen Verbrauch zeitlich erfasst. Ein gewöhnlicher digitaler Zähler allein genügt nicht.
4:18 · Strommenge und Ladeverluste
Ein Kostenbeispiel mit dreitausend Kilowattstunden Ladestrom jährlich. Darin sind Ladeverluste bereits enthalten: also auch Strom, den du bezahlst, der aber nicht im Akku ankommt.
4:33 · Ladekosten im Vergleich
Bei angenommenen siebenundzwanzig Cent zuhause kostet das achthundertzehn Euro. An öffentlichen Säulen wären es bei neunundfünfzig Cent eintausendsiebenhundertsiebzig Euro. Der Unterschied: neunhundertsechzig Euro jährlich.
4:51 · Wann lohnt sich die Wallbox?
Kostet deine Wallbox einschließlich Einbau zweitausend Euro, hättest du diese Summe im Beispiel nach gut zwei Jahren eingespart. Zusätzliche laufende Kosten verlängern die Zeit.
5:05 · Strom aus dem Auto fürs Haus
Soll dein Auto auch das Haus mit Strom versorgen, brauchst du ein dafür freigegebenes Auto, eine Wallbox, die Strom in beide Richtungen leitet, und eine Haussteuerung. Zum System gehört außerdem ein Wechselrichter, der den Batteriestrom für deine Haushaltsgeräte umwandelt. Die Steuerung entscheidet, wann das Haus Strom bekommt und wie viel im Akku fürs Fahren bleibt.
5:31 · Einrichten und losfahren
Lass dir beim Einbau das Laden zeigen und die Ladezeiten einrichten. Prüfprotokoll und Anmeldebestätigung gehören zu deinen Unterlagen. Den Ratgeber und passende Vergleiche findest du auf stromkostenradar.de.